Historischer  Verein  Landsberg  am  Lech  e.  V.
 

Aktuelles


Dienstag, 19. März 2019

Vortrag von Dr. Bernd Steidl : Die Ungarnschlacht auf dem Lechfeld im Jahre 955 – erste archäologische Funde


Seit Generationen beschäftigt die berühmte „Schlacht auf dem Lechfeld“ König Ottos I. gegen die Ungarn die deutsche und internationale Geschichtsforschung. Wie kaum ein anderes Ereignis ist sie im Gedächtnis der Bevölkerung im oberbayerisch – schwäbischen Grenzgebiet verankert. Doch bisher konnte das Geschehen ausschließlich anhand literarischer Quellen beleuchtet werden. Spektakulärearchäologische Funde haben jedoch kürzlich unerwartete Hinweise auf den Ablauf der Ereignisse geliefert. Zusammen mit den Fortschritten der Archäologie zum 10. Jahrhundert in Ungarn und Mitteleuropa erlauben es die Neufunde, die Schriftquellen aus anderem Blickwinkel zu betrachten.

19.30 Uhr im Pfarrsaal von Mariä Himmelfahrt, Landsberg, Ludwigstraße 167, Fußgängerzone


Montag, 08. April 2019

Jahreshauptversammlung mit einem Vortrag von Dr. Rainer Gottwald über „Goldblattkreuze -  frühchristliche  Glaubenszeichen der Alamannen und Bajuwaren“.

Tagesordnung

1. Begrüßung und Totenehrung

2. Rechenschaftsberichte der Vorstandschaft

 - Aussprache zu den Berichten

3. Ehrung langjähriger Mitglieder

4. Vortrag von Dr. Rainer Gottwald über „Goldblattkreuze- frühchristliche Glaubenszeichen der Alamannen und Bajuwaren“

5. Anträge und Verschiedenes

Auf Ihr Kommen zur Jahreshauptversammlung freut sich

Ihre Vorstandschaft

19.30 Uhr im Pfarrsaal von Mariä Himmelfahrt , Landsberg, Ludwigstraße 167, Fußgängerzone


Vortrag von Dr. Rainer Gottwald über „Goldblattkreuze- frühchristliche Glaubenszeichen der Alamannen und Bajuwaren“

In den 30er Jahren wurde bei uns in Spötting ein sog. Goldblattkreuze gefunden. Es ist ein griechisches Kreuz mit 4 gleichlangen Seitenarmen. Es stammt aus dem 2. Drittel des 7 Jahrhunderts und wurde dem Toten auf das Totengewand genäht. Wie kommt ein eindeutig christliches Symbol nach Spötting, die Christianisierung des Alpenraums fand bekanntlich erst rund 80 Jahre später durch Sankt Mang in Füssen statt? Was waren das für Christen, die in Spötting begraben wurden?

Zur Beantwortung dieser Frage wird zurückgeblickt auf das Frühe Christentum ab 300. Im Römischen Reich herrschte damals Kaiser Konstantin, der 313 das Toleranzedikt für die Christen erließ. 325 gab es dann ein Konzil in Nicäa, bei dem die Frage geklärt werden sollte, wie das Verhältnis innerhalb der Heiligen Dreieinigkeit ist: Die Katholiken betonten die Identität (homoousios), eine andere Gruppe, die Arianer, betonten die Ähnlichkeit (homoiousios). Die katholische Auffassung siegte zwar, allerdings nur kurzfristig. Der Arianismus war rund 50 Jahre lang Staatsreligion.

Welche Rolle spielten in dieser Zeit  Bischof Wulfila (Gotenbibel), das Erzbistum Mailand und das Bistum Augsburg?

381 war das Konzil von Konstantinopel, das den Arianismus verbot und den Katholizismus zur Staatsreligion erklärte.

Warum waren nun rund 120 Jahre später, also um 500, die Germanen, z.B. der Ostgotenkönig Theoderich, immer noch Arianer?

Wie verlief schließlich bei uns die Christianisierung im
7. Jahrhundert mit St. Gallus und   Pirmin (Reichenau)   im Bodenseegebiet?

Wen christianisierten um 750 Sankt Mang in Füssen gemeinsam mit Bischof Wikterp aus Epfach?








Ostermontag, 22. April 2019:

Emmausgang mit Dr. Werner Fees-Buchecker von Kaufering nach Epfenhausen:

 Der Emmausgang ist ein Beitrag zum Gedenken an das 300. Todesjahr von Lorenz Luidl ( 1719/2019), von dem ( und seinem Sohn Johann ) sich sehr viele Werke in der Pfarrkirche St. Johann in Kaufering befinden. Die Kirche wurde von Michael Natter erbaut mit erstrangigem Stuck von Johann und Josef Schmuzer. In der Kirche Mariä Himmelfahrt in Epfenhausen ( erbaut 1715 durch Josef Schmuzer ) gibt es außer wertvoller Barockausstattung mehrere Werke von Lorenz und Johann Luidl.


13.30 Uhr: Treffpunkt an der Pfarrkirche St. Johann in Altkaufering ( wenig Parkplätze an der Kirche, genügend stehen am Schwimmbad oder am Sportzentrum in Kaufering zur Verfügung; hinterher Einkehr in Kaufering

Hinweis : der einfache Fußweg ist ca, 3,5 km lang.

Anmeldung ab 14.1.2019 bei DERPART Reisebüro Vivell, Landsberg, Hauptplatz 149, Tel: 08191/917412 oder per email: tickets@vivell.net