Historischer  Verein  Landsberg  am  Lech  e.  V.
 

Aktuelles



Mittwoch 19.09.2018 - Sonntag 23.09.2018

Fünftagesfahrt mit Sigrid Knollmüller „Auf den Spuren der Ottonen in Sachsen-Anhalt und in Teilen entlang der Straße der Romanik“

Quedlinburg
Himmelsscheibe Nebra


Vor rund 1100 Jahren wurde dem Sachsenherzog Heinrich die ostfränkische Königskrone angetragen. Unter seinem Sohn Otto dem Großen wurde das heutige Sachsen-Anhalt zum Kernland deutscher und zum Zentrum abendländischer Geschichte. Unsere Spurensuche beginnt in der alten ottonischen Kaiserpfalz Tilleda, am Fuße des Kyffhäusers, am Ostrand des Harzes, die in einer Urkunde von 972 n.Chr. genannt wird. Bis ins 12. Jahrhundert hinein ist die Anwesenheit deutsche Kaiser in der Pfalz nachgewiesen. Von dort geht es weiter nach Quedlinburg ( 2 Nächte ), einem Mittelpunkt der ottonischen Herrschaft, welchen es genau zu erforschen gilt, denn nach der Krönung Herzog Heinrichs zum deutschen König erscheint 922 erstmals eine Pfalz auf dem Burgberg. Heute bestimmen rund 1600 Fachwerkhäuser den Stadtkern. Die nächste Spur führt nach Halberstadt mit seinem großartigen Dom und seinem berühmten Domschatz, der – über Jahrhunderte zusammengetragen- zu den wertvollsten Kostbarkeiten des Mittelalters zählt. Aus dem 10. Jahrhundert stammt die Stiftskirche St. Cyriakus in Gernrode, einem Bau reinster ottonischer Romanik. Von Gernrode aus geht der Weg weiter entlang der Straße der Romanik zur Burg Querfurt, eine der am besten erhaltenen Burganlagen Europas, die von ihrer Grundfläche her siebenmal größer als die Wartburg ist und deren ältesten Teile aus dem 10. und 11. Jahrhundert stammen. Auf dem Weg dorthin kommen wir an der Lutherstadt Eisleben vorbei, der wir zu Ehren Luthers einen Besuch abstatten werden. Unser nächstes Ziel ist die kleine Stadt Nebra ( 2 Nächte). Sie gibt der berühmten „Himmelsscheibe von Nebra“ ihren Namen, die ganz in der Nähe gefunden wurde. Im dortigen Besucherzentrum, der „Arche Nebra“, wird die Geschichte der Himmelsscheibe erzählt, die rund 1600 v. Chr. dort deponiert wurde. Nicht weit von Nebra entfernt liegen Kloster und Kaiserpfalz Memleben, der Sterbeort Kaiser Ottos I. Eine Sonderausstellung „Wissen und Macht – der heilige Benedikt und die Ottonen“ beleuchtet die Zeit der Ottonen näher. Den Abschluss unserer Spurensuche bildet ein Besuch in Naumburg mit seinem berühmten Dom. Nach Dombesuch und Mittagseinkehr treten wir gestärkt den Heimweg nach Landsberg an. Und da wir uns größtenteils im Saale-Unstrut- Gebiet aufhalten, einem bekannten Weinanbaugebiet, ist auch eine Weinprobe obligatorisch.

In Quedlinburg wohnen wir zwei Nächte im Hotel „Theophano“, einem alten Fachwerkhaus in der Innenstadt ( leider ohne Lift, aber mit Hilfe beim Koffertransport ), und in Nebra zwei Nächte im Hotel „Himmelsscheibe“, das über dem Tal der Unstrut liegt.

Abfahrt: Mittwoch, dem 19. September, um 7.00 Uhr bei Bus Eisele sowie 7.15 Uhr auf dem Parkplatz des Baustoffmarktes „do it“ an der Münchnerstraße

Leistungen: Fahrt, vier Übernachtungen mit Halbpension, alle Eintritte und Führungen und eine Weinprobe mit Weinen der Saale-Unstrut-Weinregion

Kosten der Reise: € 500.- p.P. im Doppelzimmer und € 550.- im Einzelzimmer ( in begrenzter Zahl)

Anmeldungen: nur schriftlich bei Sigrid Knollmüller, Kalkbrennerstraße 8, 86899 Landsberg, per FAX: 08191/943095 oder per email: sigrid@knollmueller.net

Anmeldeschluss: 30. April 2018 (wegen der angespannten Hotelsituation in Sachsen-Anhalt)

Den Reisebetrag bitte bei Anmeldung oder bis spätestens Ende Mai einzahlen auf das Konto des Historischen Vereins bei der Sparkasse Landsberg-Dießen , BIC: BYLADEM1LLD und IBAN: DE78 7005 2060 0000 004085

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Dienstag, 9. Oktober 2018

Vortrag von Toni Drexler, Kreisheimatpfleger für den Landkreis Fürstenfeldbruck: „…es muss anders zugehen, es muss ein anderes daraus werden“ – zur Geschichte der Reformation im Lechrain. „Cuius regio, eius religio“ – mit dieser Formel aus dem Augsburger Religionsfrieden von 1555 bekam der jeweilige Landesherr das Recht, die Konfession seiner Untertanen zu bestimmen. In manchen Territorien mussten die Menschen ihre Konfession mehrmals in einer Generation wechseln. In Altbayern aber waren die Kurfürsten über Jahrhunderte katholisch und gaben reformatorischen Bestrebungen keinen Raum. Trotzdem gab es auch unter ihren Untertanen und damit auch auf dem Gebiet des Lechrains Anhänger der Reformation. Im Nachtrag zum 500-jährigen Reformationsjubiläum schildert der Kreisheimatpfleger für Fürstenfeldbruck, Toni Drexler, die Reformation im Lechrain, insbesondere die kurze und tragische Geschichte der Täufer.

19.30 Uhr im Pfarrsaal von Mariä Himmelfahrt, Landsberg, Ludwigstraße 167, Fußgängerzone

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Dienstag, 13. November 2018

Vortrag von Wolfgang Schönfeld „Schicksal der jüdischen Familie Theodor Schlessinger aus Landsberg“. Der Vortrag beinhaltet die Familiengeschichte beginnend im Herkunftsort von Theodor Schlessinger. Nach den Ereignissen des Ersten Weltkrieges beginnt in Schongau sein Wirken als Viehhändler, gefolgt von seinem Aufenthalt in München. Sein Wohnortwechsel nach Landsberg findet im Jahre 1930 statt. Dort wird die Familie von den Bedrängungen und Verfolgungen der neuen Machthaber eingeholt. Die letztlich untragbare Situation mündet schließlich in die Flucht nach Chile, wo Schlessinger nie mehr an seinen Erfolg als in Landsberg geschätzter Viehhändler anknüpfen kann. Die Tochter Sitta heiratet dort einen aus Deutschland stammenden Juden .Ihre Nachkommen leben heute noch im Großraum Santiago de Chile. Unterstützt wird der Vortrag durch eine reich bebilderte Power-Point-Präsentation.

19.30 Uhr im Pfarrsaal von Mariä Himmelfahrt, Landsberg, Ludwigstraße 167, Fußgängerzone

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Dienstag, 11. Dezember 2018

Vortrag von Kreisarchivar Guido Treffler „Bernhard Müller-Hahl (1918-1985) Ein zweifaches Gedenken ist 2018 mit dem früheren Landrat des Landkreises Landsberg, Bernhard Müller-Hahl, verbunden. Vor 100 Jahren erblickte er in Erpfting das Licht der Welt und vor 60 Jahren wurde er zum ersten Mal zum Landrat gewählt. Mehr als 25 Jahre lenkte Müller-Hahl die Geschicke des Landkreises. Seine Amtszeit war geprägt von Modernisierungsmaßnahmen und Verwaltungsreformen. Zugleich lag Müller-Hahl die Geschichte des Landkreise und seiner Dörfer sehr am Herzen.

Im Anschluss an diesen Vortrag lädt der Historische Verein wieder zu seinem adventlichen Zusammensein ein. Bei gutem Wein, süßem und salzigem Gebäck können wir so das Jahr gemeinsam mit guten Gesprächen ausklingen lassen.

19.30 Uhr im Pfarrsaal von Mariä Himmelfahrt, Landsberg, Ludwigstraße 167, Fußgängerzone

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Zum Schluss einige Zusatzinformationen:

1. Für alle Exkursionen – ausgenommen der Fünf-Tages-Fahrt – gilt eine verbindliche und rechtzeitige Anmeldung ab dem 15. Januar 2018 bei der Geschäftsstelle des Historischen Vereins : DERPART, Reisebüro Vivell, Landsberg, Hauptplatz 149, Tel.: 08191/917412 oder per email : tickets@vivell.net

2. Dieses Programm sowie alle weiteren Informationen des Historischen Vereins können Sie auch über unsere homepage jederzeit abrufen : www.historischer-verein-landsberg.de. Wenn Sie per email informiert werden wollen oder wenn Sie besondere Fragen haben, nutzen Sie bitte auch unsere email-Adresse: knollmueller@historischer-verein-landsberg.de

3. Die „Landsberger Geschichtsblätter“ können am 22.1.2018 bei der Präsentation und danach bei unserer Geschäftsstelle abgeholt werden. Auswärtigen Mitgliedern werden die „Landsberger Geschichtsblätter“ dann ab April zugesandt, sowie auch gerne den Landsberger Mitgliedern auf Wunsch, denen die Selbstabholung zu beschwerlich ist.

 

Ein anregendes und interessantes Jahr 2018 mit dem Programm des Historischen Vereins Landsberg und alles Gute für das neue Jahr wünschen Ihnen Vorstandschaft und Beirat des Historischen Vereins Landsberg e.V.


Der Historischen Verein hat nun die Landsberger Geschichtsblätter von 1902-1977 als digitale PDF-Dateien zum herunterladen auf seine Homepage/Publikationen/Archiv stellen können.

Zu großem Dank sind wir dem Vereinmitglied, Herrn Gerhard Heininger, Windach, verpflichtet, der sich die große Mühe und Arbeit der Digitalisierung gemacht hat.
Wir werden auch in absehbarer Zeit versuchen, die restlichen Landberger Geschichtsblätter von 1978-2015 online zu stellen.

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Neue Geschäftsstelle

"Ab 1.1. 2016 übernimmt das DERPART Reisebüro Michael Vivell die Geschäftsstelle des Historischen Vereins. Die Geschätsstelle dient als persönliche Anlaufstelle für unsere Mitglieder, hier können Sie dann die Geschichtsblätter abholen oder noch welche kaufen und auch alle Fragen bezüglich der Mitgliedschaft klären, wie Mitglied werden oder Änderungen melden, falls Sie das nicht per e-mail mit uns abwickeln wollen. Unsere Anlaufstelle ist übrigens beim "Ticketservice". Wir bedanken uns herzlich bei Michael und Rosemarie Vivell, die sich bereit erklärt haben, unsere Geschäftsstelle in ihrem Reisebüro, das zentral am Hauptplatz liegt, unterzubringen.